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Nichtlineare Beziehungen

Farbkompositionen

"Die Erfahrung lehrt uns, dass die einzelnen Farben besondere Gemütsstimmungen geben."
(Johann Wolfgang Goethe, Zur Farbenlehre)

Rot, Blau, Gelb, Grün, Grau, Violett, Cyan und Orange, Komplementärfarben, additive und
substraktive Farbmischung. Das ist die Substanz und die Quintessenz dieser hier
vorgestellten Werkreihe. Einzeln oder vermischt und somit zu neuen Nuancen abgestuft,
werden die Beziehungen der Farben untereinander dokumentiert.
Mit dem Spachtel wird die Farbe übereinandergelegt und mit einander verwoben.

Dieser Vorgang entsteht intuitiv nach dem Zufallsprinzip wider jeglicher Komposition.
Auf diese Weise bringt Anton Fuchs Farben zusammen, die laut der harmonischen
Farbenlehre nicht zusammengehören und somit wird dem Betrachter ein ungewohnt, originelles
Farbenspiel enthüllt. So werden hier nicht sichtbare Dinge exponiert, sondern im Gegenteil den
Gedanken und Emotionen mittels dem Medium der Farben Ausdruck verliehen.
Die Bilder halten den intuitiven Moment des Zufallsprinzips auf der Leinwand fest
und bieten eine Flucht aus dem sachlich, nüchternen Alltag.

Der Künstler selbst sagt, die Farbkompositionen sind für ihn eine Flucht aus den
schwarz weißen und monochromen Arbeiten. Durch diesen Umbruch des Farbgebrauchs in den Werken
und den daraus resultierenden frappanten Kontrast, kann sich der Künstler von der einen
"Farbpalette" entspannen um danach dynamisch und frisch zur selben wieder zurückzukehren.

Und so strahlt die Couleur der einzelnen Farbkompositionen dem Rezipienten entgegen.
Kontraste und Harmonien die in den Farben verborgen liegen und nur durch die einzigartige
und teilweise gewagten Kombination der einzelnen Töne hervorkommen nehmen einen ein und
rufen durch die Farbkompositionen entsprechend Gefühle und Erinnerungen bei dem Betrachter hervor.

Obschon die Bilder, gefühlsintensiv wirken ist bei jedem Rezipienten das Empfinden verschieden
und somit liegt das Objekt einmal mehr im Auge des Betrachters.

Autor: Maximiliane Kolle, 2011